Dekanat Vorderer Odenwald

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    Denkanstoß

    Was die Zukunft bringt

    Piergiorgio Rossi/gemeinfrei

    Ökumene-Pfarrerin Margit Binz macht sich Gedanken darüber, was Hoffnung spendet in wilden und krisengeschüttelten Zeiten. Zum Beispiel ein brennender Dornbusch in der Wüste.

    Wer weiß, was die Zukunft bringt? Die Feiertage sind schon länger vorbei, leider. Das neue Jahr ist nicht mehr neu, die Nachrichten auch nicht, was sie aber nicht weniger beunruhigend macht. Ich will sie gar nicht aufzählen. Oh je, es gäbe viele Gründe, den Kopf in den Sand zu stecken, wenn da nicht dieser brennende Dornbusch wäre, mitten in der Wüste! Wie, Sie sehen den nicht? Dann lesen Sie bitte mal nach in der Bibel, 2. Buch Mose, Kapitel 3. Das ist eine bemerkenswerte Geschichte!

    Da begegnet einer namens Mose, gerade dem Elend seines Volkes entflohen, jemandem, der das Elend gesehen hat, nämlich einer göttlichen Stimme, in einem Feuer, in einem Dornbusch, der aber nicht verbrennt. Ja, ganz schön kompliziert und psychedelisch. Und diese Stimme behauptet, es wäre möglich, das Elend zu verändern, also in Richtung Befreiung zu wirken. Und er, Mose, könne etwas dafür tun und dazu beitragen. Was sollen wir davon halten?

    Die Möglichkeit und Verheißung der Befreiung
    Ja, auch Mose ist skeptisch und fragt diese göttliche Stimme: Was soll ich sagen, wenn die Leute fragen, wer du bist? Was ist dein Name? Ich werde sein, der ich sein werde, antwortet die göttliche Stimme in vier Buchstaben, die auf unerklärliche Weise unaussprechlich sind. Aber diese vier Buchstaben enthalten alle Versprechen einer Zukunft, die diesen Namen wirklich verdient: Ich werde sein, die ich sein werde.

    Sprich: Ich bin da, hier und schon jetzt. Ich werde da sein. Und zwar nicht als die Fortschreibung des Elends sondern als die Möglichkeit und Verheißung der Befreiung. Auch wenn die Freiheit unvorstellbar ist.

    Diese weltbewegende Geschichte bezieht sich zuerst und bis heute auf die Befreiung des Volkes Israel. Aber natürlich haben Jesus und die befreienden Traditionen im Christentum und anderswo auch gerne daran angeknüpft.

    Denn was ist der Kern oder die wunderbare Moral von der Geschicht? Niemand muss den Kopf in den Sand stecken, egal wie schlecht die Nachrichten sind. Da ist immer, mitten in der Wüste, bildlich gesprochen, der brennende Dornbusch mit einer göttlichen Stimme, die in die Zukunft führt. Die gute Nachricht ist nämlich: Nichts muss bleiben, wie es ist. Was die Zukunft bringt, ist offen. Es wäre ja möglich, das Elend zu verändern, also in Richtung Befreiung zu wirken. Und alle könnten etwas dafür tun und mit dazu beitragen.

    Margit Binz, Pfarrerin für Ökumene, Evangelisches Dekanat Vorderer Odenwald

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