Dekanat Vorderer Odenwald

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    Karin Schmid ist die neue Pfarrerin am Otzberg

    sru/DekanatVon Lüdenscheid nach Lengfeld: Pfarrerin Karin Schmid beginnt am 1. September am Otzberg.

    Bewegung im Kirchspiel Otzberg: Mit Karin Schmid wird am Sonntag, 3. September, 14 Uhr, in der evangelischen Kirche in Lengfeld die neue Pfarrerin eingeführt. Sie wohnt mit ihrer Familie im Pfarrhaus in Lengfeld und teilt sich die Arbeit mit Pfarrerin Amélie Sinapius.

    Das Gespräch mit Karin Schmid erfolgt digital, per Zoom. Denn der Umzug von Lüdenscheid nach Otzberg wird erst kurz vor ihrem Arbeitsbeginn sein. Zu knapp, um sich mitten in der Urlaubszeit persönlich zum Interview zu treffen. Außerdem passt es: Digitale Kommunikation und Bildung sind ihr sehr vertraut, war sie doch seit 2007 Bildungsreferentin im Evangelischen Dekanat an der Dill in Herborn und hat schon lange vor Corona mit digitalen Medien gearbeitet. „Gemeinschaft kann auch digital entstehen.“ Und während Karin Schmid von ihrem Werdegang erzählt, saust immer mal wieder eine der beiden jungen Bengal-Katzen durchs Bild.

    Sie wusste schon früh, dass sie Pfarrerin werden will
    Aufgewachsen ist Karin Schmid in Eppertshausen, wo ihre Eltern heute noch leben. Als Dreijährige kam sie dort zum Kindergottesdienst, später stieg sie in der Jugendarbeit ein. Und als 15- oder 16-Jährige war für sie schon klar, dass sie Pfarrerin werden wollte. „Das hat sich stimmig angefühlt.“ Sie studierte in Marburg, musste dann aber warten, bis sie ihr Vikariat, also die praktische Ausbildung zur Pfarrerin machen konnte, da es damals zu viele Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gab. So arbeitete sie erst einmal bei der Volkshochschule. Ihr Vikariat absolvierte sie dann in Gießen, es schloss sich ein Spezialvikariat im Schulreferat der Kirchenkreise Iserlohn und Lüdenscheid-Plettenberg in Lüdenscheid an, von 2004 bis 2008 war sie Gemeindepfarrerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Ambachtal, es folgten Vertretungsaufträge an verschiedenen Schulen; zudem bildetet sie Lehrer*innen und Erzieher*innen fort und übernahm die Vakanzvertretung in der Evangelischen Kirchengemeinde Langenaubach – parallel zu ihrer Teilzeit-Stelle als Referentin für Bildung. „Die Bildung wird auch in Zukunft eine Rolle spielen“, sagt die 52-Jährige.

    Ende August steht der Umzug an. Bis dahin müssen viele Kisten gepackt und etliches ausgemistet werden. Neben der Leidenschaft für Bücher – unter anderem sammelt sie Bilderbücher – hat Karin Schmid auch ein Faible fürs Basteln. Und dafür braucht sie Material. „Wenn ich eine Idee habe, will ich die auch umsetzen“, sagt sie. Überhaupt ist sie ein kreativer und aufgeschlossener Mensch. „Meine Kreativität erlaubt mir nochmal einen anderen Zugang zur Spiritualität.“ Der älteste Sohn bleibt erst einmal in Lüdenscheid wohnen. Karin Schmid und ihr Mann kommen mit der 17-jährigen Tochter und dem 13-jährigen Sohn nach Lengfeld – und natürlich mit dem Katzengeschwisterpaar.

    Mitglied der ökumenischen Iona-Kommunität
    Aktuell ist Karin Schmid auf Iona, jener schottischen Insel, die als spirituelles Zentrum Schottlands gilt und Sitz der ökumenischen Iona-Kommunität ist, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einsetzt. Sie selbst gehört der Kommunität an und hat darüber zusammen mit Frank Schulte auch schon ein Buch veröffentlicht („Die ganze Welt gehört Gott“). Iona habe im englischsprachigen Bereich großen Einfluss auf die Erneuerung der Gottesdienst-Liturgien und des Liedguts, sagt sie, und sei auch im EGplus zu finden. Deren Liturgien will sie auch am Otzberg feiern. „Schließlich sind wir ja alle Teil einer großen Welt.“

    Die neue Pfarrerin freut sich auf den vorderen Odenwald, den ländlichen Raum mit engen Kontakten. Und auf die vielen Predigtorte, die seien in Nordnassau normal. „Ich versuche jetzt, das Kirchspiel mit seinen unterschiedlichen Facetten kennenzulernen, um auch zu schauen, wo Bedürfnisse sind.“ Dazu gehört auch die Frage: Welcher Kirchraum eignet sich für welche Gottesdienste? Kennenlernen und gucken – das ist ihr Credo für die nächsten Monate.

    Und was bedeutet der Glaube für sie? Die Antwort kommt fix: „Von Gott getragen zu sein in den Wirren des Alltags.“

    Pfarrerin Karin Schmid wird am Sonntag, 3. September, 14 Uhr, in der evangelischen Kirche in Lengfeld von Dekan Joachim Meyer eingeführt.

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