Spannende Einblicke in kirchliche Berufsfelder

veröffentlicht 27.04.2026, Dekanat Vorderer Odenwald

Beim diesjährigen Girls’Day und Boys’Day des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald herrschte reger Andrang. Die 21 Mädchen und Jungen erlebten kirchliche Berufsfelder hautnah.

Die große Murmelbahn quer durchs Dekanatszentrum als Beispiel für Teambuilding, das Spiel an der Orgel auf der Empore der evangelischen Stadtkirche Groß-Umstadt als Ausschnitt aus der Arbeit eines Kirchenmusikers: 21 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 hatten sich am diesjährigen Girls’Day und Boys’Day (23. April), dem bundesweiten Aktionstag zur Berufsorientierung, das Angebot des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald „Irgendwas mit Kirche“ ausgesucht. Er bot den Jugendlichen eine gute Gelegenheit, verschiedene Berufsfelder im kirchlichen Bereich kennenzulernen und in den Alltag von Kirchenmusiker Helge Metzner, den Gemeindepädagoginnen Ilka Staudt und Hannah Lieb, Pfarrer Christian Lechelt und Erzieher Chris Nonn einzutauchen.

Der Tag führte sie zu unterschiedlichen kirchlichen Einrichtungen in Groß-Umstadt, darunter das Gemeindehaus, das Dekanatszentrum und die Stadtkirche. An jedem dieser Orte erhielten die Jugendlichen spannende Einblicke in die jeweiligen Tätigkeitsbereiche. Ob beim Singen mit Kindern, bei der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen, bei einer Gemeinde oder der Organisation von kirchlichen Projekten – die Vielfalt und Bedeutung der verschiedenen Berufe ließ sich so hautnah erleben.

Der 16-jährige Malte war besonders angetan von der Kirchenmusik, da er selbst gerade Orgel lernt und davon begeistert war, dass die Jugendlichen an diesem Tag selbst an die Orgel durften. Er war überrascht davon, wie viele verschiedene Arbeitsfelder es in der Kirche gibt: „Ich habe für mich gemerkt, dass man als Kirchenmusiker und als Pfarrer sehr viel mehr macht als nur sonntags einen Gottesdienst zu halten und zu begleiten. Die Gemeindepädagogik ist sehr vielfältig ist und ich könnte mir vorstellen, diesen Beruf auszuüben, weil mir die Abwechslung sehr gefallen hat“, sagt er. Aber nicht nur das: „Ich nehme auch mit, dass man in der Kirche fast immer mit sehr netten Menschen zu tun hat, egal welchen Beruf man bei ihr ausübt.“


Mit viel Begeisterung und Interesse 
„Besonders bemerkenswert war der Elan, mit dem sich die Schülerinnen und Schüler eingebracht haben”, sagt Gemeindepädagogin Hannah Lieb, im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald auch zuständig für die Nachwuchsförderung. Sie organisiert den Girls‘Day und Boys’Day seit mehreren Jahren und stellt eine wachsende Nachfrage fest. „Die Begeisterung und das Interesse der Jugendlichen an den kirchlichen Tätigkeiten waren deutlich spürbar und spiegelten die Wertschätzung wider, die sie für diese Berufsfelder mitbrachten.“

Der Eindruck von Malte gibt ihr recht. „Für mich war es ein sehr schöner Tag, an dem ich viele Einblicke in die Berufe der Kirche bekommen habe. Mir wurde klar, wie viele Berufe mit der Kirche in Verbindung stehen“, sagt er.

Der diesjährige Girls‘Day und Boys’Day war somit nicht nur eine gelungene Veranstaltung, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit für die jungen Menschen, ihre beruflichen Perspektiven zu erweitern und mögliche Zukunftswege zu entdecken. Hannah Lieb: „Wir hoffen, dass viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiterhin Interesse an kirchlichen Berufen zeigen und vielleicht den ein oder anderen Berufsweg in diesem Bereich einschlagen.“