Mahnmal am Darmstädter Schloss wird neu gestaltet

veröffentlicht 22.10.2026, Dekanat Vorderer Odenwald

Die Steuerungsgruppe Fundraising vom Runden Tisch Jüdisches Leben Groß-Umstadt lädt für Samstag, 24. Oktober, 10 bis 13 Uhr, ein zum Warm-up zur Neugestaltung des Mahnmals am Darmstädter Schloss, das der Erinnerung an die Groß-Umstädter Jüdinnen und Juden gewidmet ist.

Hier soll ein Ort entstehen, der Geschichte sichtbar macht, zum Innehalten einlädt und den Austausch über die gemeinsame Zukunft fördert. Bereits im Juli 2023 hat die Stadtverordnetenversammlung die Grundlage für die Neugestaltung beschlossen. Im September 2025 hat das Parlament sich dann einstimmig für den Entwurf des Architekturbüros Professor Alfred Jacoby ausgesprochen, der in einem Ideenwettbewerb alle überzeugt hat. Nun gilt es, das Vorhaben gemeinsam weiter voranzubringen und außer durch städtische Mittel auch durch Fördermittel und Spenden zur Umsetzung beizutragen. 

Dabei geht es zum einen um ein würdiges Gedenken an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger Groß-Umstadts, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und deportiert wurden, zum anderen geht es um die Frage, was Geschichte heute für uns bedeutet. Ein neu gestalteter Erinnerungsort kann Raum schaffen für Begegnung, Nachdenken und Gespräche über Demokratie, Menschenwürde und Antisemitismus, Am Ende geht es um die Frage, wie wir unsere gemeinsame Zukunft gestalten wollen. 

Bei dem Warm-up zur Neugestaltung am Samstag, 24. Oktober, 10 bis 13 Uhr, gibt es einen Infotisch, Stellwände und verschiedene Gesprächspartner vom Runden Tisch Jüdisches Leben. Es lohnt sich, vorbeizukommen und sich zu informieren. Die Pläne zur Umgestaltung werden vorgestellt, die Geschichte des Mahnmals wird erzählt und es wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten sich für diesen besonderen Ort eröffnen, um weitere Unterstützerinnen und Unterstützer für dieses wichtige Vorhaben zu gewinnen. 

Zum Runden Tisch Jüdisches Leben gehören die Stadt Groß-Umstadt, das Evangelische Dekanat Vorderer Odenwald, der Katholische Pastoralraum Otzberger Land, die Evangelische Kirchengemeinde Groß-Umstadt, die Bürgerstiftung Groß-Umstadt, das Max-Planck-Gymnasium und die Omas gegen rechts Groß-Umstadt. Margit Binz