Joachim Fuchs ist neuer Pfarrer im Dieburger Land

veröffentlicht 03.08.2026, Dekanat Vorderer Odenwald

Am 1. August hat Pfarrer Joachim Fuchs seinen Dienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Dieburger Land aufgenommen. Nach 16 Jahren in der Evangelischen Kirchengemeinde Modau ist er vom Dekanat Darmstadt in den Vorderen Odenwald gewechselt.

Insgesamt war Pfarrer Joachim Fuchs gemeinsam mit seiner Ehefrau Pfarrerin Gabriele Heckmann-Fuchs 25 Jahre lang in der Region tätig. Das Ehepaar kam 2001 in die Kirchengemeinde Ernsthofen, wo es sich sechs Jahre lang eine Pfarrstelle teilte. Mit zweiter halber Stelle war Fuchs zunächst als Projektreferent für die Dekanatsstrukturreform in der Kirchenverwaltung, später zweieinhalb Jahre in der Lazarusgemeinde der Nieder-Ramstädter Diakonie tätig. Bis 2022 erteilte er hier noch Religionsunterricht in der Wichernschule und gestaltete Schulgottesdienste. 

Seit 2010 war Joachim Fuchs Pfarrer der Kirchengemeinde Modau. Seine Frau war 19 Jahre lang Pfarrerin in Ernsthofen, bis sie 2020 ins Dekanat Vorderer Odenwald wechselte. Nun folgt er ihr nach. Mit seinem Wechsel in die neue Großgemeinde Dieburger Land, die zu Beginn dieses Jahres aus der Fusion von sieben Kirchengemeinden entstanden und in der auch seine Frau tätig ist, schließt sich für Joachim Fuchs der Kreis: „Wir haben zusammen angefangen und hören nun auch zusammen auf“, sagt der 64-Jährige. Gemeinsam werden sie jetzt von ihrem Wohnort Ober-Modau pendeln. 

Schwerpunkt ist in Münster
„Es ist Zeit, die Kräfte anders einzuteilen“, so Fuchs, der aus Worms stammt und mit seiner Frau zwei erwachsene Söhne hat. Fuchs hat Evangelische Theologie sowie Politik im Zweitstudium in Göttingen, Bonn und Marburg studiert. In seinen drei letzten Dienstjahren will er sich an der neuen Stelle auf Seelsorge, Gottesdienste und Kasualien im Team konzentrieren, wie er sagt. Sein Amtszimmer und Schwerpunkt werden in Münster sein. „Ich freue mich, die Chance zu haben, noch einmal eine neue Gemeinde kennenzulernen und ich freue mich auf die neue Situation und die veränderten Strukturen, die notwendig sind“, so Fuchs. Er sei „sehr herzlich aufgenommen worden“.

In den vergangenen Wochen hat er zusammen mit seiner Frau die Sommerkirche an wechselnden Orten im Dieburger Land besucht. Es sei sehr schön, zu erleben, dass die Gottesdienste regen Zuspruch hätten und die Menschen sich gegenseitig besuchten und einander kennenlernten. Sein Eindruck: „Da ist im Moment eine ganz gute Aufbruchstimmung.“ Auch Münster gefällt ihm. „Es ist die erste Kirche, die jünger ist als ich“, sagt er schmunzelnd. 1964 erbaut, hält die Martinskirche flexible Räume bereit und einen schönen Gartenbereich, in dem vieles möglich ist. Picknick- oder Sundowner-Gottesdienste kann sich Joachim Fuchs hier gut vorstellen. 

Aktuell macht er sich bei den Gruppen bekannt. Am 23. August wird er seinen ersten Gottesdienst in Münster halten und am Tag davor bei der Münster-Arena mit einer ökumenischen Andacht mitwirken. Dass er nun nicht mehr unmittelbar vor Ort wohnt, sei eine „neue Erfahrung“. „Ich versuche, dies durch gezielte Präsenz wettzumachen.“ Privat wandert Joachim Fuchs gerne mit seiner Frau – gerne auch im Odenwald – und er mag die Ostsee. Sein Glaube ist für ihn Lebenselixier. „Ich beziehe meine Hoffnung und meine Zuversicht aus dem Glauben.“   Rebecca Keller & Silke Rummel

Pfarrer Joachim Fuchs wird am Sonntag, 30. August, 11 Uhr, in der Martinskirche in Münster, Pestalozzistraße 8, von Dekan Michael Gütgemann eingeführt.