Dekanat Vorderer Odenwald

Angebote und Themen

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    Gemeindeüberegreifende Trägerschaft der Kindertagesstätten (GüT)

    Im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald gibt es in 18 Kirchengemeinden 20 Kindertagesstätten in evangelischer Trägerschaft. Sie sind fester Bestandteil der  Bildungslandschaft im Landkreis Darmstadt-Dieburg und im Odenwaldkreis. Per  Kirchenvorstandsbeschluss bilden 12 Trägerkirchengemeinden mit 14 Kindertagesstätten ab dem 1. Januar 2020 eine gemeindeübergreifende Trägerschaft (= GüT). In anderen Dekanaten – z.B. im Odenwald, in Darmstadt-Stadt, im Rodgau, in Dreieich – wurde dieser Verbund  bereits eingeführt.

    1. Warum und wozu GüT?

    Die zunehmend komplexer werdenden Anforderungen an den Kitabetrieb (z.B. durch das Kifög und regelmäßig sich ändernde Rahmenbedingungen) überfordern die engagierte ehrenamtliche Leitung auf Gemeindeebene und machen es notwendig, diesen Tätigkeitsbereich zu professionalisieren. Es wird für Ehrenamtliche und Pfarrpersonen immer schwieriger, alle gesetzlichen und behördlichen Vorgaben im Blick zu haben und umzusetzen. Ein gutes Beispiel hierfür sind die jährlich zu erstellenden Sollstellenpläne. Daraus resultierend haben 2017 zunächst sieben Kirchengemeinden das Dekanat beauftragt, gemeinsam mit dem Zentrum Bildung der EKHN und der Regionalverwaltung Starkenburg-Ost eine GüT im Bereich des Dekanats zu entwickeln. 

    Im Oktober 2017 hat sich eine aus den interessierten Gemeinden zusammengesetzte Steuergruppe gebildet, monatlich getagt und eine Konzeption für die GüT erarbeitet. Diese wurde im Herbst 2018 allen 18 Trägerkirchengemeinden vorgestellt. Aus den 18 Gemeinden haben 12 Kirchengemeinden per Kirchenvorstands-Beschluss ihre Bereitschaft erklärt, der GüT beizutreten. Daraufhin hat die Dekanatssynode Ende Oktober 2018 beschlossen, zum 1.1.2020 eine GüT ins Leben zu rufen. Sie wird durch die Steuergruppe nun weiter organisatorisch, vertraglich und haushaltsrelevant  vorbereitet.
     

    Was bedeutet GüT?  

    Gemeindeübergreifende Trägerschaft von Kindertagesstätten bedeutet, dass alle evangelischen Kindertagesstätten im Dekanat Vorderer Odenwald, die der GüT zu  Beginn eines neuen Haushaltsjahres beitreten möchten, die Rechtsträgerschaft und damit die gesamte Personal- und Finanzverantwortung an das Dekanat abgeben. Die inhaltlich-konzeptionelle Verantwortung für die Kindertagesstätten und die große Bauunterhaltung hingegen verbleibt bei den Kirchengemeinden. 

    Wer macht die Arbeit in der GüT?

    Für die Bearbeitung der übertragenen Aufgaben wird auf Dekanatsebene eine  Geschäftsführerstelle eingerichtet. Die Stundenanzahl des Geschäftsführers berechnet sich mit 0,8 Stunden pro Woche und teilnehmender Kitagruppe. Die Geschäftsführung wird ergänzt durch mindestens eine halbe Stelle Sachbearbeitung. Die Stunden der Sachbearbeitung speisen sich aus Verwaltungsstunden der teilnehmenden Einrichtungen, da diese in der GüT keine Verwaltungsaufgaben mehr für ihre Kita zu erfüllen haben. 50 Prozent der für die Kita veranschlagten Verwaltungsstunden werden hierfür übertragen. Die Gesamtverantwortung für die GüT hat die Dekanatssynode und damit der Dekanatssynodalvorstand, der von einem Trägervorstand aus DSV-Mitgliedern und Personen aus beteiligten Kirchengemeinden unterstützt wird.
     
    2. Worin besteht der Gewinn der GüT für die Trägerkirchengemeinde und die Kommune?

    - eine zentrale Ansprechperson mit Entscheidungskompetenz (besonders wichtig für Kommunen mit mehreren Kitas)

    - Geschäftsführer*in als professionelles, kompetentes Gegenüber auf Augenhöhe im Hinblick auf alle Verwaltungsabläufe (z.B. Sollstellenplan, Haushalt, Doppik). Hierdurch kann kostbare Zeit auf Seiten der kommunalen Mitarbeiter*innen eingespart werden.

    - gute Erreichbarkeit der Geschäftsstelle durch regelmäßige Bürozeiten

    - Vorteile bei der Personalgewinnung und -entwicklung, da die Geschäftsführung einen Überblick über alle Kitas im Dekanat hat und in regionale und überregionale Netzwerke eingebunden ist

    - unkomplizierte Vertretungsdienste der Mitarbeitenden in den beteiligten Kitas sind möglich 

    - Synergieeffekte

    - Kompensation der zusätzlichen Kosten durch konsequentere Abschöpfung von Fördergeldern durch die kundige Geschäftsführung

    - in den Kirchengemeinden bleibt mehr Zeit für die inhaltliche (religionspädagogische und konzeptionelle) Arbeit in ihrer Kita

    - Entlastung des Kirchenvorstands von Verwaltungsaufgaben
     
     
    3. Wer bezahlt das Ganze?

    Die Geschäftsstelle wird überwiegend aus Mitteln der Gesamtkirche und zu einem geringeren Anteil aus kommunalen Mitteln finanziert. Darin sind die Personalkosten der Geschäftsführung, Gebäudekosten und Sachkostenpauschalen enthalten. Für die GüT wird analog zu den Kindertagesstätten eine Verwaltungskostenumlage berechnet. Um längerfristig eine solide Personalausstattung (große Fläche = weite Fahrwege, Vertretungsregelung) sicherstellen zu können, ist es in unserer Region notwendig, alle acht Kommunen gemeinsam um eine Kostenbeteiligung von insgesamt  25 Prozent an den Geschäftsführungskosten zu beteiligen.  Die Kosten berechnen sich dabei abhängig von der Größe der Einrichtung und betragen zum 1.1.2020 568 Euro pro Gruppe und Jahr. 75 Prozent der gesamten Geschäftsführungskosten bleiben bei der Landeskirche. Die Sachbearbeiter*innenstunden ergeben sich aus der Hälfte der Verwaltungsstunden jeder angeschlossenen Einrichtung. Diese führen zum 1.1.2020 diese Stunden an die GüT ab. Darum kostet die Sachbearbeitung die Kommunen nichts zusätzlich.

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    Ansprechpartner

    Dekan Joachim Meyer
    Am Darmstädter Schloß 2
    64823 Groß-Umstadt 
    Telefon: 06078/78259-20
    E-Mail: dekan-meyer-vorderer-odenwald-evangelisch@ekhn-net.de
     

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